SPORT TO THE PEOPLE

Plantarsehnen- und Achillessehnenprobleme (bei Überpronation)

Optimale Kraftübertragungen sind für den Bewegungsapparat wichtig – Gelenke sind wie Scharniere – werden diese nicht korrekt beansprucht, kann es zu mittel-/langfristigen Abnützungen der Gelenke kommen.

Somit gilt: Nutzung ist wichtig, nur falsche Nutzung führt zur Abnützung.

(Erfahrungen von über 70‘000 Ganganalysen, Bewegungsanalysen und Laufbandanalysen haben unser Wissen gestärkt, geprägt  und v.a. auch sensibilisiert).

 

Anbei ein Läufer mit Plantarsehnen-  und Achillessehnenproblemen, welche durch falsch gekaufte resp. zu lang getragene Schuhe verursacht wurden (linke Bildhälfte).

Oft erweisen sich neu gekaufte Schuhe in den ersten 1 – 2 Monaten (je nach absoliverten Trainings) noch als „okay“, aber spätestens ab dann, gibt das Material dort nach wo es eigentlich entgegenhalten müsste.

Eine  70 kg leichte Person hat beim Joggen (Impact) Kräfte von bis zu 300 resp. 350 kg (bergabwärts).

 

Vom Anfänger bis zum Spitzensportler – ob 1 Mal Training in der Woche oder mehr – es ist wichtig, den für sich bestmöglichen Schuh zu tragen!

Darum ist eine vorgängige Gang- und Bewegungsanalyse (statisch und v.a. dynamisch) – barfuss – zwingend notwendig um einerseits die horizontalen wie auch andererseits die vertikalen Kräfte in den Regionen Fersen, Mittel- und Vorfuss zu begutachten.

>> Mehr über Ganganalyse, Bewegungsanalyse und Laufbandanalyse

Hätte man dies bei diesem Läufer anfänglich genau analysiert, hätten sich wohl keine Plantarsehnen- und Achillessehnenprobleme entwickelt((weitere Folgen können sein: Schienbeinentzündung (Knochenhaut),  Knie- und Hüftbeschwerden, welche sich mittel-/langfristig wohl bemerkbar gemacht hätten)).

Bei beiden Aufnahmen sieht man in der linken Bildhälfte die Überpronation, welche einerseits zu einer starken Flexion der Plantarsehne und andererseits zu einer hohen Spannung (Krümmung) der Achillessehne geführt hat. Dies hat eine zu starke Rotation im Sprunggelenk zur Folge.

Der Läufer erhielt dank dem richtigen Laufschuh (jeweils rechte Bildhälfte) eine verbesserte, axiale Skelettstruktur mit optimaler Kraftübertragung und physiologischer Zugphasen der Sehnen.

Er konnte somit seine Trainingseinheiten bald wieder aufnehmen.

Gleiche Analysen führen wir auch bei Alltagsschuhen durch, welche ebenso wichtig sind wie die bei den Sportschuhen. Wissenswert ist, dass wir ca. 60 bis 70 Std. während einer Woche mit Alltagsschuhen unterwegs sind.

Auf dem Bild kann man sehen, wo die Ursache für Fehlstellungen bei Alltagsschuhen liegen kann.

Die Person auf dem Bild hatte ein Plantarsehnenproblem mit Fersensporn und dazu Achillessehnenschmerzen. Diese Probleme wurden verursacht durch eine Fehlhaltung-/stellung des Bewegungsapparates. Zudem haben die allzu weichen/unstabilen Alltagsschuhe die Fehlstellung zusätzlich noch akzentuiert.

Dank optimalen Alltagsschuhen und einem Therapieschuh hat diese Person heute keine Schmerzen mehr. Wie auch beim Läufer ist nun eine verbesserte, axiale Skelettstruktur mit optimaler Kraftübertragung und physiologischen Zugphasen der Sehnen festzustellen.

Autor

Tobias Schumacher, Biomechaniker und Schuhentwickler

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